Menschen mit geistiger Behinderung werden sicherlich in ihrer häuslichen Umgebung von ihren Angehörigen gut betreut und beaufsichtigt. Aber auch sie können schnell und unverhofft in eine Situation geraten, in der sie selbstständig die Feuerwehr oder den Rettungsdienst rufen müssen oder in der ihnen Gefahr durch einen Wohnungsbrand droht.
Genau diese Problematik wurde bei der Feuerwehr Espelkamp aufgegriffen und ein auf geistig behinderte Menschen zugeschnittenes BSErz-Konzept erarbeitet. Im unregelmäßigen Abstand werden mehrstündige Veranstaltungen für diesen Personenkreis angeboten. Die genaueren Inhalte werden für jede Veranstaltung jeweils mit der betreuenden Einrichtung/Organisation individuell abgestimmt. Dabei werden zu berücksichtigende "Besonderheiten" der Teilnehmergruppe besprochen, z.B. sind gehbehinderte Personen dabei, kann es zu Krampfanfällen bei Teilnehmern kommen usw.
Die Teilnehmer lernen den Inhalt eines Notrufes kennen und können das
natürlich auch praktisch üben. Des Weiteren werden sie vorsichtig an die
richtige Verhaltensweise bei einem Wohnungsbrand herangeführt. Wichtig ist hier
unter anderem zu vermitteln, dass nie versucht werden darf durch einen verqualmten Flur oder
Treppenhaus ins Freie zu gelangen. In welcher Tragödie solche Handlungen enden,
hat (wieder einmal) die Brandkatastrophe im Sommer 2005 in einem Berliner Mehrfamilienhaus
gezeigt.
Sich in einem Raum mit ungiftigem „Übungsqualm"
zu bewegen war bei verschiedenen Veranstaltungen für die behinderten Menschen
eine neue und spannende Erfahrung.
Weitere Tipps und Informationen sind den BSErz-Broschüren in unserem Servicebereich zu entnehmen.
Die Feuerwehr Espelkamp hofft auf viele Nachahmer dieses Projektes....