ist es, dass
Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung kann nicht nur von den Feuerwehren allein geleistet werden. Es ist vielmehr - wie z.B. die Verkehrserziehung - eine Gemeinschaftsaufgabe, der sich Gesetzgeber, Kommunen, die Versicherer, Lehrer, Eltern und Erzieher und natürlich die Feuerwehren stellen müssen. Nur wenn alle "am gleichen Strang ziehen", besteht Aussicht, die Kinder im Umgang mit Feuer sicherer zu machen.
Wie funktioniert Brandschutzerziehung?
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Espelkamp stehen für diesen Themenkomplex mehrere qualifizierte Ansprechpartner und Berater für Eltern, ErzieherInnen zur Verfügung.

Kinder aller Tageseinrichtungen für Kinder oder andere Gruppen von Vorschulkindern (Vereine) sind jederzeit gern gesehene Gäste bei der Feuerwehr.
Im Vorschulalter erweitern die Kinder stetig ihren Erfahrungsraum, lernen ihre Umwelt kennen und versuchen, diese gedanklich zu durchdringen. Dabei spielt die visuelle Erfahrung eine große Rolle. Kinder sehen in Bildern, ihre Erfahrung ist ganzheitlich, sie sind noch nicht fähig, ein Gesamtgeschehnis in Einzelschritte zu zerlegen und zu analysieren. In ihrem Denken vermischen sich Phantasie und Wirklichkeit, oft werden Erlebnisse noch einmal in Fiktions- oder Funktionsspielen nachvollzogen (z.B. Mutter-Kind Spiele). Kinder in diesem Alter beobachten sehr genau und behalten wesentliche Verhaltensweisen, die sie dann im Spiel verinnerlichen.
Im Alter von 4 bis 5 Jahren beginnt das Kind, in Analogien zu denken. Beispiel: Damals habe ich mich verbrannt, als ich die Hand auf die heiße Herdplatte legte. Vielleicht passiert das jetzt wieder. Das Kind ist in der Lage, gedankliche Lösungen vorwegzunehmen. Hinzu kommt, dass jetzt vermehrt das so genannte Zweckdenken in den Vordergrund tritt. Die allgemein bekannten "warum-Fragen", die Erwachsenen oft auf die Nerven gehen, sind eigentlich "wozu-Fragen". Wenn ein Kind fragt: "Warum ist das Bügeleisen so heiß?" meint es eigentlich: "Wozu ist das Bügeleisen so heiß?" und die Antwort lautet: "Das Bügeleisen ist so heiß, damit die Wäsche schön glatt gebügelt werden kann".
Das Kindergartenkind verfügt nur über einen sehr begrenzten Wortschatz von ca. 2000 Worten. Dementsprechend kann es sich nicht sehr exakt und differenziert ausdrücken. Dafür ist die Aufnahme komplexer Vorgänge über die bildliche Wahrnehmung sehr viel weiter ausgeprägt. Deswegen muss in dieser Altersstufe schwerpunktmäßig mit Bildern und Symbolen gearbeitet werden und bezüglich verbaler Äußerungen des Kindes muss sehr viel Rücksicht auf den oben beschriebenen Sachverhalt genommen werden. Insbesondere sind die komplexen Gedankengänge der Kinder durch gegebenenfalls mehrmaliges Nachfragen in Erfahrung zu bringen, damit das Kind nicht für sich enttäuschende Antworten erhält.
Damit die ErzieherInnen oder BetreuerInnen den Besuch bei der Feuerwehr besser vorbereiten können bieten die Brandschutzerzieher neben fachlicher Beratung umfangreiche Arbeitshilfen in Form von Informationsbroschüren an. Die Broschüren enthalten viele wichtige Hinweise, Tipps, Kopiervorlagen, Literaturvorschläge usw. abgestimmt auf diese Altersgruppe .