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Einsatzdatum: 17. November 2014, 18 Uhr 13  Einsatzstichwort: Brand_Industriebetrieb
Eingesetzte Einheiten: PTLF 2000Mitte, LF 16TS-Mitte, LF 20-1 Mitte, TM 32-Mitte, VRW-Mitte, PKW-Mitte, ELW 1-Gestringen, LF 20-Gestringen, LF 20-Fabbenstedt, LF 10-Vehlage, HLF 20-Isenstedt, MTF-Isenstedt, LF 20-Frotheim, MTF-Frotheim

In den frühen Abendstunden führte die Feuerwehr Espelkamp in der Fa. Laweco eine Alarmübung durch, d.h. die Einsatzkräfte waren im Vorfeld nicht über das geplante Szenario informiert. Sie wurden wie bei einem Realeinsatz entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) der Wehr alarmiert.  Rund 90 Wehrmänner und -frauen waren im Einsatz.

Folgende Lage wurde angenommen: In der Lackierei brannte es aus unbekannter Ursache. Der betroffene Bereich und die angrenzende Halle waren bei Eintreffen der ersten Fahrzeuge bereits stark verqualmt. Im gesamten Betrieb war der Strom ausgefallen. In den Räumlichkeiten wurden zwei bis drei Mitarbeiter vermisst.

Der Notruf über „112" und die Alarmierung des Zuges Mitte erfolgte um 18 Uhr 13. Das erste Einsatzfahrzeug (PTLF 2000-Mitte) rückte nach 2 Minuten aus traf bereits um 18 Uhr 19 an der Einsatzstelle ein. Nach erster Erkundung durch den Einsatzleiter erfolgte die Nachalarmierung der gesamten Wehr.

Zunächst konzentrierten sich die Wehrleute auf die Menschenrettung. Die verqualmten Räumlichkeiten wurden durchsucht. Nach 30 Minuten waren alle drei vermissten Mitarbeiter gefunden und gerettet. Sie konnten mit Fluchthauben unverletzt ins Freie geführt und fiktiv dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Einsatzabschnitt Medizinische Rettung/Rettungsdienst wurde nicht beübt.

Parallel wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Die Löschwasserversorgung wurde über mehrere Hydranten an den anliegenden Straßen "In der Tütenbeke" und Wilhelm-Harting-Straße" sichergestellt. Die Ausleuchtung der Einsatzstelle erfolgte auf der Westseite (Lackierei) über den Teleskopmast TM 32.

Einsatzleiter Michael Dresing (stellvertr. LdF) bildete zwei Einsatzabschnitte, die vom ELW 1-Gestringen geführt wurden:

EA 1 Südlicher Gebäudekomplex mit Lackierei, Produktion, Hydraulikbau (Menschenrettung, Brandbekämpfung); Abschnittsleiter BOI Niels Voss, Zugführer Mitte

EA 2 Nördlicher neuer Gebäudekomplex, Endmontage (Menschenrettung), Abschnittsleiter BOI Dirk Beste, Zugführer West

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Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einem „Unfall". Ein Mitarbeiter, dargestellt von einer Übungspuppe, geriet bei der Flucht aus dem Gebäude unter die verrutsche Last eines Gabelstaplers. Die Rettung dieser Person stellte eine besondere Herausforderung an die Einsatzkräfte dar. Im Wesentlichen kamen hier die Löschgruppen Fabbenstedt und Isenstedt zum Einsatz. In der dunklen Halle musste die Person medizinische betreut werden und patientenschonend unter der 3-Tonnen-Last befreit werden. Rettungsdienstliches Personal mit einer Atemschutzausbildung stand nicht zur Verfügung - eine sehr realistische Situation. Zum Einsatz kamen dabei so genannte Büffelwinden und hydraulische Hebekissen. Im Laufe der Rettungsaktion konnte der Hallenkran wieder mit Spannung versorgt und eingesetzt werden. 

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Nach gut einer Stunde wurde die Einsatzübung beendet. Im Einsatz waren 92 Wehrmänner und -frauen. In der anschließenden kurzen Nachbesprechung äußerten sich der Leiter der Wehr Reiner Hußmann und die stellvertretenden Kreisbrandmeister Thomas Podschadly und Klaus Schwichow sehr zufrieden mit dem Einsatzverlauf. Hußmann bedankte sich bei der Firma Laweco für Bereitstellung des Übungsobjektes und den abschließenden Imbiss.

Als Beobachter waren vor Ort: Leiter des FB Sicherheit und Ordnung Marco Hennig, Anja Lückemeier, SOFA-Vorsitzender Arthur Wall, die stellvertr. Kreisbrandmeister Klaus Schwichow und Thomas Podschadly sowie Vertreter der Firma Laweco GmbH.