Brennender Heizölfrachter auf dem Mittellandkanal

Einsatzdatum: 28.Oktober 2012, 16 Uhr 13    Einsatzstichwort: Brand_Schiff
Eingesetzte Einheiten: Feuerwehr Espelkamp: TLF 4000-Mitte, TM32-Mitte, LF 20-Gestringen, LF 16TS-Gestringen, LF 10-Vehlage, MTF-Vehlage, HLF20-Isenstedt, LF20-Frotheim, MTF-Frotheim; Feuerwehr Hille: ELW 1, RW1, TLF2000, 3 LF 10, HLF 20, LF 16TS, 5 MTF ; Rettungsdienst Kr. Mi-Lk: 1 RTW

Am Sonntagnachmittag geriet auf dem Mittellandkanal ein mit 1.200 Tonnen beladenes Binnenschiff in Brand. Bis in die späten Abendstunden waren die Feuerwehren Espelkamp und Hille gemeinsam im Einsatz.

 

Gegen 15 Uhr 40 bemerkte der Kapitän des Tankschiffes "MS Leila" Rauchentwicklung aus dem Wohnbereich seines etwa 80 Meter Frachters. Der Notruf erreichte erreichte die Leitstelle auf  dem Umweg über das Wasserschifffahrtsamt (WSA Minden). Der genaue Einsatzort war anfangs nicht bekannt. Es wurde zunächst die Feuerwehr Hille alarmiert. Nach der ersten Rückmeldung (LF 10- Hille): "...der hintere Wohnbereich brennt in voller Ausdehnung" wurde die Feuerwehr Espelkamp nachalarmiert. Der Einsatzort befand sich in Höhe Espelkamp-Frotheim/Lübbecke-Nettelstedt.

Die zweiköpfige Besatzung wurde mit einem Motorboot der Feuerwehr Hille von Bord gerettet. Ein 26-jähriger Matrose hatte sich bei eigenen Löschversuchen leicht verletzt und wurde dem Rettungsdienst übergeben. Zunächst wurde im Außenangriff, u.a. über den Teleskopmast vom Südufer und Wasserwerfern vom Nordufer aus die Brandbekämpfung eingeleitet. Im weiteren Verlauf wurde das Feuer an Bord im Innenangriff mit Schaum bekämpft. Die eingesetzten Trupps wurden dazu  im Pendelverkehr mit einem Feuerwehrboot übergesetzt. Gegen 20 Uhr konnte die Rückmeldung "Feuer aus!" gegeben werden.

Vorsorglich wurde um das Schiff eine Ölsperre gelegt. Der Laderaum wurde nicht beschädigt. Es ist kein Heizöl ausgetreten. Noch am Abend wurde die Einsatzstelle vom Kreisumweltamt wieder freigegben.

Ein aus Duisburg (!) angefordeter Sachverständiger stimmte dem Schleppen des stark beschädigten Schiffes in den Hafen Hille zu. Nach Auskunft des Schiffseigners ist ein Schaden von rund 500.000 Euro entstanden. 

Mehr als 90 Einsatzkräfte waren bis etwas 23 Uhr 30 im Einsatz. Während der Löscharbeiten war die Wasserstraße in bei Fahrtrichtungen gesperrt.

 

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