Dieses Fahrzeug wurde von uns im Dezember 2006 bei der Firma Schlingmann
abgeholt und zu Beginn des Jahres 2007 in Dienst gestellt. Der Orkan Kyrill war einer der Einsätze
bei denen sich das LF20/16 schon bewähren konnte.
Im Juni 2007 war dann die offizielle Übergabe des LF20/16.
|
LF20/16
Fahrgestell:
Mercedes Benz Allrad Frontlenker Fahrgestell 1528
Zulässiges Gesamtgewicht 15000kg
279PS / 205KW
Aufbau:
- Schlingmann Dissen
- Fahrzeughöhe ca. 3300mm
- Aufbau mit 3 Geräteräumen je Fahrzeugseite
- Löschwasserbehälter 2400 Liter
- Rundumkennleuchten als Doppel-Blitzleuchten 2x vorne/ 1x hinten
- Zwei Frontblitzleuchten im Kühlergrill integriert
- Akustische Warneinrichtung mit 4 Fanfaren Fa. Martin
- Zusätzliche Rückfahrscheinwerfer angebracht rechts und links an den Außenspiegeln
- Umfeldbeleuchtung mit 3 Strahlern je Seite und einem Strahler am Heck
- Pneumatik Lichtmast mit 2x 1500W Flutlichtstrahler bedienbar durch ein Bedienteil
mit Spiralkabel am Pumpenbedienstand
- schwenkbare Aufprotzvorrichtung mit einer Einmannhaspel
- Heckabsicherung bestehend aus 5 gelben Doppelblitzleuchten
- Lagerung einer TS8/8 im Geräteraum G1
- Schnellangriffhaspel mit 30m formstabilen Druckschlauch
- Verzicht auf 3 teilige Schiebleiter, dafür Dachkasten
- Lagerung eines 12kVA Stromerzeugers im Geräteraum G2
- Schaummitteltank 150l mit Zumischeinrichtung
- Halterung für Schaum- und Wasserwerfer auf dem Dach
Die Fahrzeugkabine
Wie man sehen kann, ist dies der Arbeitsplatz des Maschinisten. In der Mitte zwischen den Sitzen kann
man eine zusätzliche Kiste erkennen, die uns zur Aufnahme wichtiger Unterlagen dient. Dies ist
eine von uns vorgenommene Zusatzausstattung.
Ausserdem in der Windschutzscheibe zu erkennen, dass von unserem Zugführer gesponserte Maskottchen.
|
Die Mannschaftskabine (Links)
Ein kurzer Blick in die Mannschaftskabine zeigt hauptsächlich die Möglichkeit des Angriffstrupps
sich während der Fahrt mit schwerem Atemschutz auszurüsten. Die Entriegelung der Atemschutzgeräte
erfolgt per Drucktaster in den gelben Haltestangen. Die Masken sind in Netzen unter der Decke untergebracht.
Damit entfällt das teilweise umständliche Auspacken aus einem Behälter. Die Innenbeleuchtung ist
mit Grünlicht ausgestattet.
|
Geräteraum G1
Ganz oben ein Schubfach mit 3 Feuerwehräxten und noch einer Menge Platz. Darunter eine TS8 mit
Elektrostarter. Der Schlitten dieses Einschubs wird per Druckluft gesenkt bzw. angehoben, damit die TS8
vernünftig entnommen werden kann. Rechts daneben sind 6 Ansaugschläche platzsparend untergebracht.
Unterhalb der TS8 befindet sich ein Schubfach mit Material, hauptsächlich für die TS8. Hier kann man
schon einen ganz wesentlichen Ansatz bei der Konzeption dieses Fahrzeugs erkennen. Wichtige Gerätschaften
werden in tragbaren Kisten oder Behältern untergebracht, um diese einfach an den Einsatzort tragen zu
können. Darunter ein Kasten mit Schornsteinfegerwerkzeug und ein Werkzeugkasten in einer Alubox.
|
Geräteraum G3
In diesem Geräteraum befinden sich hauptsächlich 2 Atemschutzgeräte. Daneben befinden sich
Reserveflaschen, Feuerwehrleinen, Auffangbehälter, Handscheinwerfer und Tafeln zur
Atemschutzüberwachung. Ausserdem wurde hier an die Nachversorgung der eingesetzen Atemschutzkräfte
gedacht, indem hier schon der Platz für eine Kiste Mineralwasser eingeplant wurde.
|
Geräteraum G5
Hauptsächlich befindet sich hier Schlauchmaterial. Im oberen Bereich sind in einer Schublade Dunggabeln
und Schaufeln untergebracht. Im Traversenkasten unterhalb des Geräteraums befindet sich ein Verteiler,
der schon an einem B-Druckschlauch angekuppelt ist. So lässt sich im Einsatz schnell mal ein Verteiler
setzen und am linken Druckabgang der Heckpumpe anschliessen.
|
Die Heckpumpe
Hier sieht man die Heckpumpe Schlingmann S2000 mit integrierter Schaummittelzumischung. Auf der rechten Seite
ist die Bedieneinheit für die Halogenscheinwerfer angebracht. Desweiteren befindet sich am Heck des
Fahrzeugs eine Einmannhaspel für B-Druckschläuche.
|
Geräteraum G6
In diesem Geräteraum befindet sich wiederum Schlauchmaterial. Zusätzlich haben wir im oberen Bereich
eine Schnellangriffseinrichtung mit 30m formstabilen Druckschlauch. Desweiteren haben wir hier die Strahlrohre
und den Unterflurhydranten samt Hydrantenschlüssel ausziehbar gelagert. Ebenso wie auf der linken
Fahrzeugseite befindet sich hier ein bereits an einem B-Druckschlauch angekuppelter Verteiler im Traversenkasten.
|
Geräteraum G4
In diesem Geräteraum haben wir wieder Schlauchmaterial. Ausserdem Schaummittel und ein Mittelschaumrohr.
Desweiteren ein Be- und Entlüftungsgerät.
|
Geräteraum G2
In diesem Geräteraum ist wieder das Konzept der tragbaren Kisten zu erkennen. Ganz unten befindet sich der
Stromerzeuger. Darüber links ein Kasten mit Elektrowerkzeug. Rechts davon ein Kasten mit Tauchpumpe. Daneben
ein Gestell mit 2 500W Halogenstrahlern. Und ganz rechts zwei 50m Kabeltrommeln. Darüber befinden sich
zwei weitere Kästen. Einer mit einem Trennschleifer und Zubehör und einer mit einer Kettensäge und
alles was dazugehört (Schnittschutzhosen, Schutzhelm, usw.).
|
Die Mannschaftskabine (Rechts)
Der Vollständigkeit halber; die Mannschaftskabine von rechts.
|
LF20 Beifahrerseite
Hier sehen wir dann noch den Platz für den Gruppenführer. Zu erkennen ist hier eine rote Warnweste, mit
der wir in der gesamten Wehr den Gruppenführer eines Einsatzes kennzeichnen.
|
Das Dach (Teil 1)
Neben der 4-teiligen Steckleiter kann man hier noch einen Einreisshaken erkennen. Auf eine 3-teilige Schiebleiter
wurde bewusst verzichtet.
|
Das Dach (Teil 2)
Ganz vorne ist eine Rettungsmulde untergebracht. Davor kann man die ausfahrbaren Scheinwerfer erkennen.
Davor ist die Halterung für einen Wasserwerfer angebracht.
|
Das Dach (Teil 3)
Zu guter letzt hätten wir noch den Inhalt des Dachkastens. In diesem sind unter anderem Schlauchbrücken,
Feuerpatschen und Dunggabeln untergebracht.
|
Das Dach (Teil 4)
Im hinteren Teil des Dachkastens befindet sich der Wasserwerfer, das Schaumrohr für den Wasserwerfer,
Drahtseile und Schekel.
|
Und damit schliesst sich der Rundgang um das LF20/16.
|