Am 1. April 1934 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gestringen ins Leben gerufen. Die Gründe waren wie bei den Nachbarwehren auch, das Gesetz über das Feuerlöschwesen aus dem Jahre 1933. Die Gründungsversammlung fand in der Schule in Fiestel statt. Führer des neugegründeten 2. Halbzuges des Amtes Alswede wurde Malermeister Buchholz aus Alswede.

Die Gründer waren: Wilhelm Buchholz, Fritz Böschemeier, Fritz Hafer, Heinrich Hafer, Wilhelm Holle, Wilhelm Hülsmeier, Wilhelm Meier, Heinrich Möller, Heinrich Pollheide, Wilhelm Randermann, Wilhelm Redecker, Gustav Treseler, Fritz Wieghardt, Heinrich Wilke, Wilhelm Baumann, Fritz Hagemeister, Fritz Hegemeister, Wilhelm Lücking, Hermann Möller, Heinrich Schrimper, Wilhelm Schnelle, Fritz Rose, Karl Vieker, August Wellpott und Helmut Niemann.
1936 / 1937 wurde die erste Motorspritze angeschafft, eine TS-8. Sie wurde auf einem 3-Tonner „Hansa-Llyod“ verlastet. Die Anschaffungskosten betrugen 12.000 Reichsmark.

Dieses Fahrzeug wurde während des Krieges wiederholt zur Brandbekämpfung nach Bombenangriffen in Bielefeld, Löhne, Herford und Minden eingesetzt. Spritzenmeister und Fahrer war August Wellpott aus Gestringen. Wegen dieser wichtigen Funktion wurde er damals vom Wehrdienst freigestellt. Immer wieder fuhr er gefährliche Einsätze und wenn nach tagelangem Einsatz die Männer während der Heimfahrt übermüdet einschliefen, August Wellpott brachte sie immer heil und sicher nach Hause. Nach erreichen der Altersgrenze schied er aus dem aktiven Dienst aus, sein Herz blieb bei den Feuerwehrleuten. Seit der Gemeindeneuordnung von 1973 ist der 2. Halbzug der Freiwilligen Feuerwehr Gestringen eingegliedert in den Löschzug West der Freiwilligen Feuerwehr Espelkamp. Heute sind in der Löschgruppe ein LF 16, ein LF 16 TS sowie ein Boot stationiert.

Diese Angaben sind der Festschrift „50 Jahre Freiwillige Feuerwehr,  Löschgruppe Gestringen“ entnommen.