Ein geschichtlicher Abriss


Pflichtfeuerwehr In Isenstedt bestand eine Pflichtfeuerwehr, auch Brandwehr genannt. Männliche Bürger wurden zum Brandwehrdienst herangezogen um Spritze und Gerätschaft zu pflegen. Im Jahr 1928 wurde ein Spritzenhaus gebaut und das war für den Kaufmann Wilhelm Kaiser Nr.96 und weitere 15 Männern der Anlass, in Isenstedt eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Freiwillige Feuerwehr Am 12. Februar 1929 wurde vom Kommandeur Wilhelm Kaiser (auch bekannt als „Papa Kaiser“), die schriftliche Mitteilung an den Bürgermeister Brune in Gehlenbeck geschickt, dass eine Freiwillige Feuerwehr in Isenstedt gegründet sei. Die Gründung wurde am 9. April 1929 von der Amtsverwaltung bestätigt. Mit gleichem Schreiben wurde W. Kaiser vom Landrat zu Lübbecke als Brandmeister, und W. Hoffmeier als sein Stellvertreter eingesetzt.

Gründungsväter Die Gründer waren: W. Kaiser (Hauptmann), W. Hoffmeier (Stellvertreter), Fr. Röscher (Schriftführer), A. Picker (Kassierer), W. Bergsieker (Zeugwart), W. Kolkhorst (Spritzenmeister), W. Bölk (Stellvertreter) und die Wehrmänner: W. Bollmeier, K. Blase, W. Rullmann, Fr. Böke, W. Niermann, Fr. Schlottmann, H. Beckschewe, H. Niermann, Fr. Kaiser. Bis 1. März kamen hinzu: W. Pollheide, Fr. Bergsieker, W. Hagemeier und W. Viermann.

Innerhalb eines Monats, also bis 1. März 1929, war die neue Freiwillige Feuerwehr Isenstedt von anfangs 16, auf 21 Mann Stärke gewachsen. „Papa Kaiser“ war bis zum 25. April 1934 Leiter dieser Freiwilligen Feuerwehr Isenstedt.

Der Zweite Weltkrieg Im Jahr 1938 wurde ein Steigerturm an das 1928 erbaute Spritzenhaus angegliedert. Im Laufe der Zeit wuchs die Wehr zu einer Stärke von 44 Feuerwehrmännern, die man in 2 Halbzüge teilte. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Wehr zur Feuerlöschpolizei erklärt. Damit waren auch Aufgaben des Wachdienstes am Mittellandkanal und an bestimmten Straßenkreuzungen verbunden.

Ein neues Gerätehaus Am 12. Mai 1957 war die Grundsteinlegung zu dem heutigen Feuerwehrgerätehaus, mit Steigerturm und Schulungsraum. Nach dem zügigen Aufbau war es im August 1957 fertiggestellt. Durch die Gebietsreform 1973 wurde das Amt Gehlenbeck geteilt: Die Wehren Isenstedt und Frotheim kamen zu Espelkamp und wurden von nun an als Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Espelkamp geführt. Beide Löschgruppen zusammen bilden den Löschzug Ost. Im Gerätehaus Isenstedt sind folgende Einsatzfahrzeuge stationiert: Ein RW I und ein HLF 20/16.

Diese Angaben sind der Festschrift „50 Jahre Freiwillige Feuerwehr, Löschgruppe Isenstedt“ entnommen.