Einsatzübung "Menschenrettung Mehrfamilienhaus"

Im Rahmen des monatlichen Ausbildungsdienstes führte der Löschzug Mitte eine Einsatzübung mit dem Schwerpunkt "Menschenrettung über tragbare Leitern" durch.

Als Übungsobjekt stand ein leerstehender viergeschossiger Wohnblock mit etwa 40 Wohneinheiten zur Verfügung. Das Gebäude wird in wenigen Wochen abgerissen und durfte kurz vor Beginn der Entkernungsarbeiten des Abbruchunternehmens noch einmal für einen Ausbildungsdienst genutzt werden.

Folgende Lage wurde angenommen: Im Keller ist es zu einem ausgedehnten Brand mit starker Rauchentwicklung gekommen, der auch die beiden Treppenhäuser in Mitleidenschaft gezogen hat. Auf den so genannten Laubengängen vor den Wohnungen machen sich im dritten und vierten Obergeschoss jeweils mehrere Personen rufend bemerkbar.

Bei der Übung wurde nur das "Segment" Menschenrettung geprobt, d.h. es wurde sowohl auf die Einbindung des Rettungsdienstes, wie auch auf die normalerweise parallel zur Menschrettung anlaufende Brandbekämpfung verzichtet.

Im südlichen Gebäudeteil musste u.a. eine nicht mehr gehfähige Person mit Hilfe des Teleskopmastes (TLK) aus dem 4.OG  gerettet werden. Dabei demonstrierte das noch recht neue Rettungsgerät einmal mehr in welcher beeindruckend kurzen Zeit die Einsatzkräfte die Menschen im Gefahrbereich  erreichen und helfen konnten. Weitere "Bewohner" wurden über eine Steckleiter und eine Schiebleiter aus dem 3.OG in Sicherheit gebracht.

 
 Dunkelheit erschwert den Überblick  Zugang über Steckleiter Endlich genug Licht... "Anleitern" mit dem TLK "Bewohner" werden für >Übernahme in Korb gesichert
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Eine Herausforderung war auch die psychologische Betreuung und Beruhigung  der hilferufenden Personen in der Anfangsphase des Einsatzsatzes. Die Einsatzstelle war noch nicht ausgeleuchtet und Nieselregen erschwerte die Sicht zusätzlich.

Mit einem besonderes Problem wurden die Einsatzkräfte am nördlichen Gebäudeteil konfrontiert: Auch hier konnte eine Person nicht mehr aus eigener Kraft über die in Stellung gebrachten Steckleitern absteigen. Ein Rettungsweg über ein Treppenhaus stand nicht zur Verfügung. Der Gebäudeabschnitt war zudem nicht für ein Hubrettungsfahrzeug erreichbar (Bäume, ungefestigtes Gelände). Der Gruppenführer entschied sich daher für eine Rettung mit DIN-Krankentrage über eine Steckleiter. Die sehr personal- und  zeitaufwendige "Konstruktion " käme im realen Einsatzfall sicher nur als Ultima Ratio in Frage - dennoch muss auch ein solches Szenario geübt werden...
 

Gruppenführer gibt von Steckleiter aus letzte Anweisungen EL und GrFü beobachten den Fortgang der Rettungsaktion Aufwendige Konstruktion Sicherung der Leiter
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