Bild 1-91
Einen der ungewöhnlichsten Einsätze in Ihrer jüngeren Geschichte musste die Feuerwehr Espelkamp im Februar 1991 bewältigen.
In den frühen Morgenstunden alarmierte der Hausmeister einer Hauptschule die
Feuerwehr, weil er beim Kontrollgang durch den Heizungskeller Hilferufe hörte,
diese aber nicht orten konnte. Man glaubte zunächst an einen Schülerstreich.
Nach intensiver Suche stellte der Rettungstrupp fest, dass die Hilferufe aus dem
5-zügigen Schornstein kamen. Vier der Schächte waren für den Rauchabzug,
einer für die Zuluft der Heizung. Genau in diesem steckte ein junger Mann. Er
war bei einem Einbruchversuch in der Nacht über das vereiste Dach des
zweigeschossigen Gebäudes geklettert und dann mit den Füßen voraus in den
Schornstein gerutscht. Zwischen Erdgeschoss und Keller war er stecken
geblieben ( s.Skizze). Der Schacht hatte ein Innenmaß von nur 27x32cm !
Bei seiner Rutschpartie hatte er
sich die Oberbekleidung abgestreift, so dass kein Sichtkontakt vom Dach
möglich war.
Mit schwerem technischem Gerät wurden der junge Mann langsam und sehr vorsichtig durch Aufbrechen der Wand im Erdgeschoss von den Wehrleuten aus seiner misslichen Lage befreit und dem Notarztwagen übergeben.
Außer multiplen Hautabschürfungen hatte er sich keine weiteren Verletzungen bei seinem "Ausflug" auf das Dach zugezogen.