Millionenschaden nach Brandstiftung

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Datum: 30.April 2005    23 Uhr 49
Einsatzstichwort: Großbrand Gewerbebetrieb
Eingesetzte Einheiten: Feuerwehren Espelkamp, DRK Espelkamp
Fahrzeuge: Alle Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Espelkamp (außer RW 2 und VRW), KTW und MTF des DRK-Espelkamp
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In der Nacht zum Sonntag entstand bei einem durch Brandstiftung versachten Großfeuer in einem Espelkamper Autohaus ein Millionenschaden. Menschen kamen nicht zu Schaden. 

Um 23 Uhr 49 bemerkte ein aufmerksamer Autofahrer Rauchentwicklung am "Autohaus in Espelkamp" in Espelkamp-Mitte und meldete seine Beobachtung direkt bei der nur wenige hundert Meter entfernten Feuerwache. Trotz des schnellen Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges nach nur 3 Minuten konnte die Vernichtung der gesamten Werkstatt, sowie des Werkzeug- und Ersatzteillagers nicht verhindert werden. Des Weiteren wurden 14 Neufahrzeuge (PKW) in der Ausstellungshalle schwer beschädigt. In der Werkstatt wurde ein Kundenfahrzeug zerstört.

Die Feuerwehr Espelkamp war mit mehr als 100 Einsatzkräften unter der Leitung von StBI Heinz Hohmeier bis in die Morgenstunden im Einsatz. Es war zunächst nur ein Außenangriff, u.a. mit Wenderohr über die DLK, möglich. Erschwerend für die Löscharbeiten war der Umstand, dass das Brandobjekt nicht im mehrere Brandabschnitte unterteilt war und größtenteils nur über eine so genannte weiche Bedachung verfügte. Dadurch konnte sich das Schadensfeuer schnell im Gebäude ausbreiten.  Um 2 Uhr 27 wurde von der Einsatzleitung "Feuer unter Kontrolle" gemeldet. Ein an das Brandobjekt angrenzender großer Einkaufsmarkt (Marktkauf) war nicht gefährdet. 

Bisher unbekannte Täter haben sich zunächst Zugang zur Verkaufs- und Ausstellungshalle verschafft und hier die ausgestellten Fahrzeuge unter anderem mit Schlagwerkzeugen erheblich beschädigt. Es wurden zum Beispiel Löcher in Türen und Dächer geschlagen oder die Windschutzscheiben zerstört. Im Anschluss legten sie in dem angrenzenden Werkstattbereich Feuer. Die komplette Werkstatt einschließlich des Lagers wurden ein Raub der Flammen. Die Ausstellungshalle, Verkaufsräume sowie die Büroräume im Obergeschoss wurde durch Brandrauch stark in Mitleidenschaft gezogen.

Um 3 Uhr 30 konnten die meisten Einsatzfahrzeuge wieder einrücken. Kurz nach 7 Uhr konnte der Einsatz abgeschlossen werden.

Das Brandobjekt war mit einer Videoüberwachungsanlage gesichert. Die Bänder von der Aufzeichnung der Straftat werden zurzeit ausgewertet. Einzelheiten zum genauen Vorgehen der Täter oder über den Einsatz von Brandbeschleunigern etc. kann die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht veröffentlichen.  

Nach ersten vorläufigen Schätzungen wird von einem Schaden erheblich oberhalb der Millionengrenze ausgegangen. Allein an den zerstörten oder beschädigten Kraftfahrzeugen entstand ein Schaden von 300.000 €

Das gleiche Autohaus, das heute zwanzig Mitarbeiter beschäftigt, wurde vor zehn Jahren schon einmal Opfer einer Brandstiftung. Im Januar 1995 griff ein vorsätzlich gelegter Brand auf dem Nachbargrundstück auf den Betrieb über und zerstörte damals knapp 50 Personenkraftwagen.

 


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 Frontseite des Brandobjektes   Blick auf die Einsatzstelle   Werkstatt im Vollbrand   LF 16/12 Fabbenstedt   Innenansicht der zerstörten Werkstatt   Blick in das Materiallager   Hohe Brandlast    Verkaufsraum Der gesamte Maschinenpark wurde zerstört    Atemschutzüberwachung