Alarmübung in Industriebetrieb

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Datum: 26. Oktober 2007    18 Uhr 05
Einsatzstichwort: Brand_Industriebetrieb
Eingesetzte Einheiten: Feuerwehr Espelkamp, DRK OV Espelkamp
Fahrzeuge: Alle Fahrzeuge der Wehr Espelkamp, MTF DRK Espelkamp 
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Die Feuerwehr Espelkamp führte am frühen Freitagabend eine Alarmübung während der laufenden Produktion in einem Industriebetrieb durch.

Einsatzobjekt: Fertigungshalle für die Produktion von Autositzen und Polsterauflagen. Verarbeitet werden in diesem Bereich vornehmlich Kokusfasern, Latex und andere Schaumstoffe. Je Schicht sind etwa 100 Mitarbeiter anwesend. Im Untergeschoss (Keller) der Halle befinden Lager, Sozialräume und einige von Subunternehmern genutzte Räume.
Angenommene Lage: Bei Schweißarbeiten an einer Dampfleitung im Keller kommt es zu einer Verpuffung und einem anschließenden ausgedehnten Schwelbrand. Mehrere Personen werden verletzt bzw. werden vermisst.

Zunächst sollte von den Mitarbeitern die Halle selbstständig geräumt werden und den Betriebshelfern Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden. Ein "verletzter" Mitarbeiter (sehr realistisch geschminkt!) kam aus dem verqualmten Keller in die Produktionshalle und warnte seine Kollegen. Die zuvor nicht informierten Mitarbeiter leiteten die sofortige Räumung der Halle ein und setzten parallel den Notruf über " 112" ab. Bei Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges hatten sich schon fast alle Mitarbeiter auf den Sammelplätzen eingefunden und informierten den Einsatzleiter über die vermissten Personen. Vorbildlich!

Schwerpunkt der Übung für die Feuerwehr war, unter Leitung des stellvertretenden Wehrführers Heinz Hohmeier, die systematische Suche unter Atemschutz nach den vermissten Personen in dem unübersichtlichen Einsatzobjekt. Es kamen dabei 17 Trupps einschließlich Sicherheitstrupps unter PA zum Einsatz. Weitere 9 Trupps konnte an der zentral eingerichteten "Atemschutzsammelstelle" zusammen gestellt werden.

Nach etwa 45 Minuten waren alle Verletzten gefunden, aus dem Gefahrenbereich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben worden. Nach etwa einer weiteren halben Stunde war auch der Schwelbrand "gelöscht".

Der Einsatz des Rettungsdienstes war aus organisatorischen Gründen bei dieser Übung nicht möglich. Dieser Einsatzabschnitt wurde daher vom DRK OV Espelkamp übernommen. Dadurch wurde den Helfern des DRK eine erweiterte Übungsmöglichkeit unter "realen Bedingungen" geboten.

In einem ersten Resümee am Ende der Übung bedankte sich Stadtbrandmeister Reiner Hußmann bei allen Beteiligten für die geleistete Einsatzbereitschaft  und zog eine positive Bilanz. Kleinere Schwachstellen  seien erkannt worden und werden nach der detaillierten Auswertung  der Übung abgestellt.