Nächtlicher Wohnungsbrand verlief glimpflich

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Datum: 7. August  2010   3 Uhr 26
Einsatzstichwort: Brand_Wohnung_Keller_Zimmer
Eingesetzte Einheiten: FF Espelkamp Zug Mitte: ELW 1 , TroTLF 16, TLF 24/50 , LF 16TS, TM
Rettungsdienst Kreis Minden-Lübbecke: 1 RTW
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Das schnelle und richtige Handeln der Hausbewohner hat bei einem Wohnungsbrand in Espelkamp am Tannenberger Platz in den frühen Morgenstunden  Schlimmeres verhindert.

Gegen halb vier Uhr hörte die Mutter einer dreiköpfigen Familie ihren Sohn (17) in seinem Zimmer im Schlaf heftig husten. Sie schaute nach ihm und fand ihn im Bett in dem schon erheblich verrauchten Raum im Dachgeschoss vor. Sie verließen sofort ohne eigene Löschversuche gemeinsam mit dem Vater das Gebäude und alarmierten über Notruf 112 die Feuerwehr.
Wäre sie nur wenige Minuten später aufmerksam geworden, hätte der Einsatz sehr tragisch ausgehen können. Die geschilderte "Hustenreaktion" ist eher ungewöhnlich. Viel häufiger kommt es einfach zu einer Rauchgasvergiftung ohne das die Betroffenen oder andere etwas bemerken...

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte das Zimmer im Dachgeschoss des Reiheneigenheimes bereits in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr Espelkamp war mit drei Löschfahrzeugen und dem Teleskopmast sowie etwa dreißig Einsatzkräften rund drei Stunden im Einsatz.  Im Innenangriff mit zwei Trupps unter Pressluftatmer war das Feuer schnell unter Kontrolle.

Der Siebzehnjährige wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Brand blieb zwar im Wesentlichen auf den einen Raum beschränkt, dennoch entstand nach erster Schätzung der Polizei ein Schaden von mehr als 25.000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

Ein großes Lob sprach der Einsatzleiter der Feuerwehr nach dem Einsatz der geschädigten Familie aus. Sie hatte nicht nur beim Verlassen des brennenden Hauses alle Türen hinter sich geschlossen (Vermeidung der Rauchausbreitung), sondern warnte auch unverzüglich die anderen Bewohner des Reihenhauses und forderten sie zum Verlassen des Gebäudes auf. Ferner veranlasste der Familienvater die Entfernung aller parkenden Autos vor dem Haus.