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Am
Freitagmorgen löste im Galvanikbereich eines Espelkamper
Industriebetriebes die unerwartete Reaktion eines chemischen Stoffes
einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Sechs Mitarbeiter wurden
vorsorglich in umliegenden Krankenhäusern vorgestellt, konnten diese
aber noch am gleichen Tag wieder verlassen. Gesundheits- oder
umweltgefährdende Stoffe sind nicht ins Freie gelangt.
Kurz nach 7 Uhr wurde die
Feuerwehr von Mitarbeitern des Unternehmens alarmiert. Aus einem
Behälter mit einem Fertigprodukt für ein Galvanikbad entwichen farbige
Dämpfe. Die Dämpfe wurden von der Raumluftabsaugung erfasst und über die
so genannte Abluftwäscherei geführt, so dass sie nicht ins Freie
gelangen konnten. Es bestand aber die Gefahr einer weiteren chemischen
Reaktion.
Die Feuerwehr erkundete die
Lage unter CSA (Chemikalienschutzanzug). Es wurde das Vorhandensein bzw.
Bildung von nitrosen Gasen (gasförmige Oxide des Stickstoffs) innerhalb
des Gebäudes festgestellt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Espelkamp
wurden bei der Einsatzabarbeitung von der BF Minden und der FF Minden -
Löschzug Süd unterstützt. Des Weiteren stand ein Chemiker des
Unternehmens den Einsatzkräften beratend zur Seite. Der Stoff wurde von
einem Angriffstrupp unter CSA in ein anderes Behältnis umgepumpt und
durch Verdünnung mit Wasser die weitere chemische Reaktion
gestoppt.
Sechs Mitarbeiter, die
in diesem Bereich vor dem Feuerwehreinsatz tätig waren, wurden noch vor Ort
notärztlich untersucht und vorsorglich in den Krankenhäusern Rahden und
Lübbecke vorgestellt. Sie konnten diese aber noch am gleichen Tag ohne
weiteren Befund wieder verlassen. Die übrigen Mitarbeiter oder
Anwohner waren von dem Zwischenfall nicht betroffen.
Warum es zu diesem
Störfall gekommen ist, ist noch ungeklärt. Nach Auskunft des
Unternehmens kann erst eine detaillierte Untersuchung und chemische
Analyse in den nächsten Tagen zur Aufklärung beitragen. Insgesamt
waren rund achtzig Einsatzkräfte der Feuerwehr Espelkamp und Minden, des Rettungsdienstes des Kreises Minden-Lübbecke
sowie der Polizei mehr als drei
Stunden im Einsatz.
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