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| Datum: | 3. März 2011 11 Uhr 47 |
| Einsatzstichwort: | Brand_Wohnung_Keller_Zimmer |
| Eingesetzte Einheiten: | ELW 1-Mitte, TLF 24/50-Mitte , TroTLF16-Mitte, TM-Mitte, LF 16TS-Mitte, ELW 1-Gestringen, LF 16-Gestringen, LF 16TS-Gestringen |
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Ein nicht alltäglicher Brandeinsatz für die Feuerwehr Epelkamp: In einem Haus an der Brückenstraße in Espelkamp-Gestringen entdeckten die Wehrleute bei einem Schwelbrand eine illegale Hanfplantage mit rund 850 Pflanzen! Ein aufmerksamer Nachbar hatte Rauchentwicklung bemerkt und um 11 Uhr 47 die Feuerwehr alarmiert. In einem der Erdgeschosszimmer war es zu einem Schwelbrand gekommen, den die Feuerwehr mit einem C-Rohr im Innenangriff schnell unter Kontrolle hatte. Personen waren zu diesem Zeitpunkt in dem vermieteten Gebäude nicht anwesend. Ausgelöst hatte den Brand ein technischer Fehler in der selbst gebastelten Elektroanlage, die zur Versorgung der Canabispflanzen diente. Die Einsatzstelle wurde nach etwa einer Stunde an die Kripo für die weiteren Ermittlungen übergeben. Zunächst hatte die Polizei auf die Rückkehr des Mieters des ansonsten unbewohnten Hauses gehofft. Da eine nächtliche Observation ergebnislos verlief, sicherten die Beamten am Freitagmorgen zunächst die Spuren. Anschließend räumten sie die Indoor-Plantage aus. Die Pflanzen wurden mit einem Lkw zu einer Kompostanlage nach Hille gebracht, wo sie unter Aufsicht vernichtet wurden. Teilweise waren die Pflanzen durch das Feuer vernichtet worden, in einem Raum standen allerdings noch 350 von ihnen unversehrt. Nach Einschätzung der Polizei hätten die in den drei Zimmer aufgezogenen Pflanzen noch etwa drei bis vier Wochen bis zu ihrer Ernte gebraucht. Zwar muss die Polizei noch den Wirkstoffgehalt der Hanfpflanzen ermitteln, der spätere Verkaufswert der Drogen hätte jedoch vermutlich bei rund 100.000 Euro gelegen. Die gesamte Anlage zur Bewässerung, Beleuchtung und Belüftung der Pflanzen war professionell aufgebaut. Zur Tarnung waren geruchs- und sichthemmende Vorkehrungen getroffen worden. Unter anderem waren die Fenster zur Straße und dem Garten abgedunkelt. Der Vermieter des Hauses war völlig überrascht, als die Polizei ihm nicht nur über den Brand, sondern vor allem über den brisanten Fund unterrichtete. Er hatte das Haus Anfang des Jahres ahnungslos an einen Mann vermietet, welcher sich bei ihm als seriöser Geschäftsmann vorstellte. Der Mieter nannte einen ausländischen Namen und gab an aus dem Rheinland zu kommen. Nach ihm wird jetzt gefahndet. Foto: Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke |
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