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Die
Feuerwehr Espelkamp führte am Mittwochabend eine große Alarmübung durch.
Neben den regelmäßigen Übungsabenden finden auch immer wieder vorher
nicht angemeldete Einsatzübungen statt.
Folgendes Szenario wurde
dabei angenommen: In einem mehrgeschossigen Wohnblock in der Innenstadt
(Breslauer Straße) war ein Brand ausgebrochen. Ein Passant hatte
kurz nach 19 Uhr Rauchentwicklung aus dem Keller bzw. Treppenhaus
bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Für die Übung wurde
angenommen, dass das inzwischen leerstehende und für den Abriss
vorgesehene Gebäude noch bewohnt ist.
Innerhalb der vorgesehenen
Zeit von acht Minuten war das erste Löschfahrzeug vor Ort. Unter der
Leitung des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Jörn Sablotny kamen
de Zug Mitte sowie die Löschgruppen Gestringen und Fabbenstedt zum
Einsatz. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchte das stark verqualmte
Treppenhaus und die angrenzenden Wohnungen nach drei vermissten
Bewohnern. Im zweiten Obergeschoss wurde im Eingangsbereich einer
Wohnung eine leblose Person gefunden, die vermutlich versucht hatte,
durch das Treppenhaus in Freie zu gelangen. Die Person wurde aus dem
Gefahrenbereich gerettet und durch die Wehrleute
Wieder-belebungsmaßnahmen eingeleitet. Im weiteren Einsatzverlauf wurde
sie an den Rettungsdienst übergeben.
Auf der Westseite des
Gebäudes machten sich weitere Personen am Fenster bemerkbar, denen der
Fluchtweg abgeschnitten war. Mit Hilfe des Teleskopmastes wurden sie
gerettet. Parallel wurde das Treppenhaus mit Hochdrucklüftern entraucht
und der Kellerbrand gelöscht.
Nur wenige Minuten nach dem
ersten Alarm kam es zu einem weiteren Übungseinsatz an der
Zentralkläranlage. Auch hier war Rauchentwicklung aus dem Unterschoss
gemeldet worden. Hier kamen der Zug Ost mit den Löschgruppen
Frotheim und Isenstedt sowie die Löschgruppe Vehlage (Zug West) unter
der Leitung des anderen stellvertretenden Leiters der Wehr Michael
Dresing zum Einsatz. Die Atemschutztrupps retteten ein Mitarbeiter aus
dem Objekt, die Aufgaben des Rettungsdienstes übernahm dabei das DRK
Espelkamp.
Insgesamt waren an der
Alarmübung mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Rettungsdienst
und Polizei beteiligt.
In einer ersten kurzen
Abschlussbesprechung äußerte sich der Leiter der Wehr, Reiner Hußmann,
sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Auch der stellvertretende
Kreisbrandmeister Klaus Schwichow, der das Geschehen als Beobachter vor
Ort verfolgte, lobte: "Alle einsatztaktischen Ziele wurden erreicht."
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