Alarmübung an zwei Einsatzorten

 

________________________________________________________________________________________
Datum:

23. November 2011  19 Uhr 08

Einsatzstichwort:

Brand_Wohnung_Keller_Zimmer

Eingesetzte Einheiten:

Gesamte Feuerwehr Espelkamp, DRK OV Espelkamp,
1 RTW Rettungsdienst Kreis Minden-Lübbecke

________________________________________________________________________________________

Einsatzort "Wohngebäude Breslauer Straße":

 

 
 
 
Einsatzort "Zentralkläranlage":
  Foto: K.Frensing, Neue Westfälische Foto: K.Frensing, Neue Westfälische Foto: K.Frensing, Neue Westfälische Foto: K.Frensing, Neue Westfälische Foto: K.Frensing, Neue Westfälische

           

Die Feuerwehr Espelkamp führte am Mittwochabend eine große Alarmübung durch. Neben den regelmäßigen Übungsabenden finden auch immer wieder vorher nicht angemeldete Einsatzübungen statt.

Folgendes Szenario wurde dabei angenommen: In einem mehrgeschossigen Wohnblock in der Innenstadt (Breslauer Straße) war ein Brand ausgebrochen. Ein Passant  hatte kurz nach 19 Uhr Rauchentwicklung aus dem Keller bzw. Treppenhaus bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Für die Übung wurde angenommen, dass das inzwischen leerstehende und für den Abriss vorgesehene Gebäude noch bewohnt ist.

Innerhalb der vorgesehenen Zeit von acht Minuten war das erste Löschfahrzeug vor Ort. Unter der Leitung des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Jörn Sablotny kamen de Zug Mitte sowie die Löschgruppen Gestringen und Fabbenstedt zum Einsatz. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchte das stark verqualmte Treppenhaus und die angrenzenden Wohnungen nach drei vermissten Bewohnern. Im zweiten Obergeschoss wurde im Eingangsbereich einer Wohnung eine leblose Person gefunden, die vermutlich versucht hatte, durch das Treppenhaus in Freie zu gelangen. Die Person wurde aus dem Gefahrenbereich gerettet und durch die Wehrleute Wieder-belebungsmaßnahmen eingeleitet. Im weiteren Einsatzverlauf wurde sie an den Rettungsdienst übergeben.

Auf der Westseite des Gebäudes machten sich weitere Personen am Fenster bemerkbar, denen der Fluchtweg abgeschnitten war. Mit Hilfe des Teleskopmastes wurden sie gerettet. Parallel wurde das Treppenhaus mit Hochdrucklüftern entraucht und der Kellerbrand gelöscht.

Nur wenige Minuten nach dem ersten Alarm kam es zu einem weiteren Übungseinsatz an der Zentralkläranlage. Auch hier war Rauchentwicklung aus dem Unterschoss gemeldet worden.  Hier kamen der Zug Ost mit den Löschgruppen Frotheim und Isenstedt sowie die Löschgruppe Vehlage (Zug West) unter der Leitung des anderen stellvertretenden Leiters der Wehr Michael Dresing zum Einsatz. Die Atemschutztrupps retteten ein Mitarbeiter aus dem Objekt, die Aufgaben des Rettungsdienstes übernahm dabei das DRK Espelkamp. 

Insgesamt waren an der Alarmübung mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Rettungsdienst und Polizei beteiligt.

In einer ersten kurzen Abschlussbesprechung äußerte sich der Leiter der Wehr, Reiner Hußmann, sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Schwichow, der das Geschehen als Beobachter vor Ort verfolgte, lobte: "Alle einsatztaktischen Ziele wurden erreicht."