In diesen Tagen kann die Feuerwache Espelkamp auf ihr 40-jähriges Bestehen
zurückblicken. Das "Espelkamper Modell" einer Feuerwache, mitfinanziert durch
heimische Unternehmen, hat sich bewährt und bleibt einzigartig in Deutschland.
Vertreter der IGEU (Interessengemeinschaft Espelkamper Unternehmen), die Träger
der Feuerwehrbereitschaft GmbH sind, informierten sich bei einer
Informationsveranstaltung über das Leistungsspektrum der Espelkamper Wehr.
Der Espelkamper Unternehmer Peter Aumann machte Ende der 1960er Jahre dem
damaligen Leiter der Espelkamper Wehr Hauptbrandmeister Max Schulz ein
ungewöhnliches Angebot: In einem Teil des neu zu bauenden Gerätehauses solle man
eine Werkstatt einrichten, in der ständig Mitarbeiter aus seinem Betrieb tätig
sind. Diese sollten zwar für die Firma Aumann arbeiten und auch von dieser ihren
Lohn erhalten, aber rund um die Uhr für Einsätze der Wehr zur Verfügung stehen.
Dieses Angebot wurde von Stadt und Feuerwehr freudig angenommen und so hatte die
damals noch sehr kleine Stadt Espelkamp eine Freiwillige Feuerwehr mit einer
ständig besetzten Feuerwache, wie sie sonst nur große kreisangehörige Städte
oder kreisfreie Städte aufweisen können!
Die Vorteile sind die erheblich günstigeren Ausrückezeiten der Einsatzfahrzeuge
gegenüber der üblichen Alarmierung einer freiwilligen Feuerwehr mittels Sirene
oder Meldeempfänger. Eine ständig besetzte Wache mit hauptamtlichen Kräften wäre
von einer Kommune mit der Größenordnung Espelkamps seinerzeit nicht finanzierbar
gewesen.
Inzwischen ist die so genannte „Aumann-Werkstatt" in ein Nachfolgeunternehmen
der Interessengemeinschaft Espelkamper Unternehmen (IGEU) und der Fa. Harting
KGaA übergeleitet worden, aber das „Espelkamper Modell" wird nach wie vor mit
großem Erfolg praktiziert.
Bei Bränden und Unglücksfällen sind die ersten Einsatzkräfte innerhalb weniger Minuten an der Einsatzstelle. "Das kann zwischen Leben und Tod entscheiden. In verqualmter Umgebung sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute!", sagte Stadtbrandmeister Reiner Hußmann auf der Veranstaltung und dankte im Namen der Stadt Espelkamp für die Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft. Rolf Bernd Eggersmann, Sprecher der IGEU, sagte auch für die Zukunft die Unterstützung der Wehr durch die angeschlossenen Unternehmen zu und lobte zudem das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer der Feuerwehr Espelkamp.
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Zur Trägergemeinschaft der IGEU-Feuerwehrbereitschaft gehören
zurzeit die Espelkamper Unternehmen