Seit 40 Jahren ein Mehr an Sicherheit


In diesen Tagen kann die Feuerwache Espelkamp auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Das "Espelkamper Modell" einer Feuerwache, mitfinanziert durch heimische Unternehmen, hat sich bewährt und bleibt einzigartig in Deutschland. Vertreter der IGEU (Interessengemeinschaft Espelkamper Unternehmen), die Träger der Feuerwehrbereitschaft GmbH sind, informierten sich bei einer Informationsveranstaltung über das Leistungsspektrum der Espelkamper Wehr.

Gerätehaus "Garagenhof" (bis 1968)Der Espelkamper Unternehmer Peter Aumann machte Ende der 1960er Jahre dem damaligen Leiter der Espelkamper Wehr Hauptbrandmeister Max Schulz ein ungewöhnliches Angebot: In einem Teil des neu zu bauenden Gerätehauses solle man eine Werkstatt einrichten, in der ständig Mitarbeiter aus seinem Betrieb tätig sind. Diese sollten zwar für die Firma Aumann arbeiten und auch von dieser ihren Lohn erhalten, aber rund um die Uhr für Einsätze der Wehr zur Verfügung stehen.
Dieses Angebot wurde von Stadt und Feuerwehr freudig angenommen und so hatte die damals noch sehr kleine Stadt Espelkamp eine Freiwillige Feuerwehr mit einer ständig besetzten Feuerwache, wie sie sonst nur große kreisangehörige Städte oder kreisfreie Städte aufweisen können!

Feuerwache heuteDie Vorteile sind die erheblich günstigeren Ausrückezeiten der Einsatzfahrzeuge gegenüber der üblichen Alarmierung einer freiwilligen Feuerwehr mittels Sirene oder Meldeempfänger. Eine ständig besetzte Wache mit hauptamtlichen Kräften wäre von einer Kommune mit der Größenordnung Espelkamps seinerzeit nicht finanzierbar gewesen.
Inzwischen ist die so genannte „Aumann-Werkstatt" in ein Nachfolgeunternehmen der Interessengemeinschaft Espelkamper Unternehmen (IGEU) und der Fa. Harting KGaA übergeleitet worden, aber das „Espelkamper Modell" wird nach wie vor mit großem Erfolg praktiziert.

Bei Bränden und Unglücksfällen sind die ersten Einsatzkräfte innerhalb weniger Minuten an der Einsatzstelle. "Das kann zwischen Leben und Tod entscheiden. In verqualmter Umgebung sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute!", sagte Stadtbrandmeister Reiner Hußmann auf der Veranstaltung und dankte im Namen der Stadt Espelkamp für die Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft. Rolf Bernd Eggersmann, Sprecher der IGEU, sagte auch für die Zukunft die Unterstützung der Wehr durch die angeschlossenen Unternehmen zu und lobte zudem das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer der Feuerwehr Espelkamp.

 
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StBM Hußmann informiert Espelkamper Unternehmer      Blick in den neuen ELW 1   Auf großes Interesse stieß die Vorführung der so genannten Rettungsschere

Zur Trägergemeinschaft der IGEU-Feuerwehrbereitschaft gehören
zurzeit die Espelkamper Unternehmen