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Um 17 Uhr 43 ging
über den Notruf 112 bei der Kreisleistelle die Meldung ein, das im
Kreuzungsbereich Kleiholzweg/Hollenwiesenweg im Stadtteil Frotheim, sich
ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und mehreren
eingeklemmten Personen ereignet haben soll.
Aufgrund der
Meldung, dass es sich um ein größeres Schadensereignis handelt, wurde
zusätzlich zu den erstausrückenden Kräften des Löschzuges Mitte mit der
Rettungsschere, noch der Zug Ost bestehend aus den Löschgruppen
Isenstedt und Frotheim alarmiert.
An der
Einsatzstelle mussten drei Personen mit hydraulischen Rettungsgeräten
aus den Fahrzeugen befreit werden. Die Patienten wurden im Vorfeld vom
Deutschen Roten Kreuz realitätsnah geschminkt.
Das Ziel dieser Übung war es, die Kommunikation zwischen Feuerwehr und
Rettungsdienst zu überprüfen. Besonders bei schweren Verkehrsunfällen
ist es unbedingt notwendig, die einzelnen Maßnahmen genau abzusprechen, um
den Verunfallten möglichst schonend zu befreien.
Ebenso galt es für die Löschgruppe Isenstedt ihren ersten größeren
Einsatz mit dem erst vor kurzem in Dienst gestellten
Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 zu bestehen. Dieses Fahrzeug ist
speziell für technische Hilfe Einsätze dieser Art ausgestattet.
Der Einsatz wurde von Brandoberinspektor Frank Hummert (Zugführer
Löschzug Ost) geleitet. Sieben Fahrzeuge mit rund 30 Feuerwehrleuten,
sowie sechs Kameraden der Rettungswache Lübbecke mit Rettungswagen und
Notarzt waren an der Rettungsaktion beteiligt.
Um 17 Uhr 53 Uhr, nur zehn Minuten nach Eingang der ersten Alarmierung, ging über den
Notruf 112 bei der Kreisleitstelle der nächste Auftrag für die
Espelkamper Feuerwehr ein.
Diesmal wurde
ein Brand im Asylbewerberheim der Stadt Espelkamp, in der Hagenriede im
Stadtteil Frotheim gemeldet. Mittlerweile wird das Objekt nicht mehr
genutzt, im Rahmen der Übung hielten sich dort aber Personen im Gebäude
auf. Um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu schaffen, wurde das gesamte
Gebäude mit Nebelmaschinen komplett verraucht.
Da die Kräfte
des Löschzug Ost im Rettungseinsatz Kleiholzweg/Hollenwiesenweg gebunden
waren, erfolgte die Alarmierung für die verbliebenen Einheiten des
Löschzug Mitte, sowie des gesamten Löschzug West, bestehend aus den
Löschgruppen Fabbenstedt, Gestringen und Vehlage.
Die ersten
Fahrzeuge trafen bereits nach fünf Minuten in der Hagenriede ein.
Bei diesem
Szenario wurden zwei Übungsschwerpunkte gesetzt. Zum einen wurde das
richtige Arbeiten unter Atemschutz gefordert. Hier zu zählen unter
anderem der Eigenschutz, strukturiertes Absuchen des Gebäudes, zeitliche
Überwachung der Einsatzkräfte, sowie die zügige Rettung der Verletzten.
Zum anderen wurde der Einsatz des neuen Einsatzleitwagens geprobt. Das
Fahrzeug ist zuständig für die Koordination des Funkverkehrs, den
Kontakt zur Feuerwache, die Erfassung der Namen der geretteten Personen
und es ist Ansprechpartner für alle am Einsatz beteiligten Personen, um
nur einige Punkte zu nennen.
Im Rahmen der
Übung wurden alle sechs im Gebäude befindlichen Personen gerettet, eine
davon über eine Steckleiter. Insgesamt standen 73 Feuerwehrkameraden mit
13 Fahrzeugen unter der Leitung von Brandoberinspektor Niels Voss
(Zugführer Löschzug Mitte) im Einsatz. Ferner
wurden 15 Trupps (30 Personen) unter Atemschutz eingesetzt.
Die Ausarbeitung
der beiden Szenarien, welche die gesamte Wehr forderte, oblag
Brandinspektor Jörn Sablotny, Oberbrandmeister Oliver Hummert und
Unterbrandmeister Uwe Jeron. Die Übung wurde vom Bürgermeister der Stadt
Espelkamp Herrn
Heinrich Vieker, dem Leiter des Amtes für Sicherheit & Ordnung Herrn
Willy Hübert, dem Vorsitzenden des Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und
Feuerschutz Herrn Dr. Oliver Vogt, sowie dem stv. Wehrführer Heinz
Hohmeier beobachtet.
Nach dem rund
einstündigem Einsatz wurden alle an den beiden Übungen beteiligten
Einsatzkräfte in der Feuerwache Espelkamp mit Verpflegung versorgt. |