Zwei Großeinsätze im Rahmen einer Alarmübung

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Datum: 18. Juli 2008    17 Uhr 43 und 17 Uhr 53
Einsatzstichwort: VU_Eingeklemmte_Person und Brand_Versammlungsstätte
Eingesetzte Einheiten: Wachbereitschaft der Feuerwehr Espelkamp, Feuerwehr Espelkamp, DRK Espelkamp
Fahrzeuge: Alle Fahrzeuge der Feuerwehr Espelkamp, NEF/ RTW RW Lübbecke,
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Fotos (18): Neue Westfälische, Klaus Frensing       
 

Um 17 Uhr 43 ging über den Notruf 112 bei der Kreisleistelle die Meldung ein, das im Kreuzungsbereich Kleiholzweg/Hollenwiesenweg im Stadtteil Frotheim, sich ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und mehreren eingeklemmten Personen ereignet haben soll.

Aufgrund der Meldung, dass es sich um ein größeres Schadensereignis handelt, wurde zusätzlich zu den erstausrückenden Kräften des Löschzuges Mitte mit der Rettungsschere, noch der Zug Ost bestehend aus den Löschgruppen Isenstedt und Frotheim alarmiert.

 

An der Einsatzstelle mussten drei Personen mit hydraulischen Rettungsgeräten aus den Fahrzeugen befreit werden. Die Patienten wurden im Vorfeld vom Deutschen Roten Kreuz realitätsnah geschminkt.
Das Ziel dieser Übung war es, die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst zu überprüfen. Besonders bei schweren Verkehrsunfällen ist es unbedingt notwendig, die einzelnen Maßnahmen genau abzusprechen, um den Verunfallten möglichst schonend zu befreien.


Ebenso galt es für die Löschgruppe Isenstedt ihren ersten größeren Einsatz mit dem erst vor kurzem in Dienst gestellten Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 zu bestehen. Dieses Fahrzeug ist speziell für technische Hilfe Einsätze dieser Art ausgestattet.


Der Einsatz wurde von Brandoberinspektor Frank Hummert (Zugführer Löschzug Ost) geleitet. Sieben Fahrzeuge mit rund 30 Feuerwehrleuten, sowie sechs Kameraden der Rettungswache Lübbecke mit Rettungswagen und Notarzt waren an der Rettungsaktion beteiligt.
 

Um 17 Uhr 53 Uhr, nur zehn Minuten nach Eingang der ersten Alarmierung, ging über den Notruf 112 bei der Kreisleitstelle der nächste Auftrag für die Espelkamper Feuerwehr ein.

 

Diesmal wurde ein Brand im Asylbewerberheim der Stadt Espelkamp, in der Hagenriede im Stadtteil Frotheim gemeldet. Mittlerweile wird das Objekt nicht mehr genutzt, im Rahmen der Übung hielten sich dort aber Personen im Gebäude auf. Um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu schaffen, wurde das gesamte Gebäude mit Nebelmaschinen komplett verraucht.

 

Da die Kräfte des Löschzug Ost im Rettungseinsatz Kleiholzweg/Hollenwiesenweg gebunden waren, erfolgte die Alarmierung für die verbliebenen Einheiten des Löschzug Mitte, sowie des gesamten Löschzug West, bestehend aus den Löschgruppen Fabbenstedt, Gestringen und Vehlage.

 

Die ersten Fahrzeuge trafen bereits nach fünf Minuten in der Hagenriede ein.

 

Bei diesem Szenario wurden zwei Übungsschwerpunkte gesetzt. Zum einen wurde das richtige Arbeiten unter Atemschutz gefordert. Hier zu zählen unter anderem der Eigenschutz, strukturiertes Absuchen des Gebäudes, zeitliche Überwachung der Einsatzkräfte, sowie die zügige Rettung der Verletzten. Zum anderen wurde der Einsatz des neuen Einsatzleitwagens geprobt. Das Fahrzeug ist zuständig für die Koordination des Funkverkehrs, den Kontakt zur Feuerwache, die Erfassung der Namen der geretteten Personen und es ist Ansprechpartner für alle am Einsatz beteiligten Personen, um nur einige Punkte zu nennen.

 

Im Rahmen der Übung wurden alle sechs im Gebäude befindlichen Personen gerettet, eine davon über eine Steckleiter. Insgesamt standen 73 Feuerwehrkameraden mit 13 Fahrzeugen unter der Leitung von Brandoberinspektor Niels Voss (Zugführer Löschzug Mitte) im Einsatz. Ferner wurden 15 Trupps (30 Personen) unter Atemschutz eingesetzt.

 

Die Ausarbeitung der beiden Szenarien, welche die gesamte Wehr forderte, oblag Brandinspektor Jörn Sablotny, Oberbrandmeister Oliver Hummert und Unterbrandmeister Uwe Jeron. Die Übung wurde vom Bürgermeister der Stadt Espelkamp Herrn Heinrich Vieker, dem Leiter des Amtes für Sicherheit & Ordnung Herrn Willy Hübert, dem Vorsitzenden des Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Feuerschutz Herrn Dr. Oliver Vogt, sowie dem stv. Wehrführer Heinz Hohmeier beobachtet.

 

Nach dem rund einstündigem Einsatz wurden alle an den beiden Übungen beteiligten Einsatzkräfte in der Feuerwache Espelkamp mit Verpflegung versorgt.